„Ich bin sicher, dass sie Ihnen viel Freude bereiten werden“,

hat Albert Brüggemann den Besuchern des zweiten Teils des Bückeburger Bühnensommers prognostiziert.

Der Hauptorganisator des kulturellen Ferienvergnügens brachte zudem seine Freude darüber zum Ausdruck, dass im Gegensatz zur „furchtbar drückende Hitze“ der Auftaktveranstaltung auf dem gut gefüllten Marktplatz durchaus angenehme Temperaturen herrschten.

„Dafür haben wir an höchster Stelle Sorge getragen.“

Brüggemann stellte mit „B-Flat“ eine Band vor, die der Musiklehrer der Musikschule Schaumburger Märchensänger, Andreas Bohnenkamp, formiert hatte.

Mit Bohnenkamp (Schlagzeug) musizierten Andreas Klaude (Piano, Backgroundgesang), Björn Diewald (Bass, Backgroundgesang) und die Sängerin Bianca Shomburg. Angesagt waren Lounge Jazz & Groove Tunes. „Kaffeehausmusik im Jazzstil, genau das Richtige für einen legeren Sommerabend“, erläuterte Brüggemann. Heraus kam ein tiefenentspanntes Konzert, das das Publikum mit einer wunderbar relaxed-ungezwungenen Grundstimmung für sich einnahm.

Teilweise dreistimmig vorgetragene Interpretationen etwa von Cyndi Laupers „Time After Time“, Stings „Englishman In New York“ oder dem von Grover Washington und Bill Withers bekannten „Just The Two Of Us“ trafen ein ums andere Mal den Geschmack der Zuhörer.

Auch im zweiten, mit Sades „Smooth Operator“ anhebenden Teil ihres Gastspiels wusste das Quartett mit nuancenreichem Spiel und einfühlsamen Auslegungen zu überzeugen. Sonderapplaus gab’s für „Fields Of Gold“,

das wie der „Englishman“ aus der Feder des Police-Frontmanns Sting stammt, und „Lovely Day“ (Bill Withers).

"Sommerausgabe von Big Mama"

Bühnensommer präsentiert mit „B-Flat“ Ferienvergnügen

Die größte Aufmerksamkeit zog verständlicherweise Frontfrau Shomburg auf sich.

„Sie wirkt auf mich wie eine Sommerausgabe von Big Mama“, meinte eine Zuhörerin und spielte damit auf die Gospelsängerin Paunita Schmidt an, die beim winterlichen Bückeburger Hüttenzauber mit schöner Regelmäßigkeit Begeisterungsstürme entfacht.

Dass die um einige Jahre jüngere, 1974 in Bielefeld geborene „B-Flat“-Sängerin ebenfalls eine anerkannte Könnerin ihres Fachs ist, steht außer Frage.

Shomburg machte 1995 erstmals bundesweit von sich hören, als sie den von Linda de Mol moderierten Casting-Wettbewerb „Soundmix Show“ gewann.

Bald darauf veröffentlichte sie ihre von Harold Faltermeyer produzierte erste Single „I Believe In Love“.

Mit dem von Ralph Siegel geschriebenen Titel „Zeit“ vertrat sie Deutschland 1997 beim Eurovision Song Contest in Irland, wo sie den 18. Platz belegte.

In der Folgezeit veröffentlichte sie Schlager in deutscher Sprache und wurde für mehrere Fernsehsendungen (ZDF-Hitparade) gebucht.

Vor acht Jahren gründete sie mit Björn Diewald (siehe oben) die Country-Rock-Band „Nashfield“.

Die Gruppe, in der Andreas Bohnenkamp (siehe oben) die Drums bedient, stellte im September 2013 ihr Debüt-Album „One“ vor.

Die Songs der Formation stammen aus der Feder Diewalds, der in der Branche als äußerst kreativer Kopf gilt. Über Bohnekamp schreibt die Fachpresse: „Quarzgenaues Timing mit dem nötigen Beef, ganz feine Ohren und sensibler Musikverstand.“

Bleibt anzumerken, dass Brüggemanns Eingangsprognose ihr Ziel um keinen Millimeter verfehlte.

Quelle: Herbert Busch für Schaumburger Zeitung / 28.07.2016

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